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Newsletter 09 - April 2012
Sehr geehrte Damen und Herren,
In den letzten Wochen sind Zweifel geäußert worden, ob die Energiewende gelingt und ob die klimapolitischen Ziele erreicht werden. Hans- Joachim Ziesing, von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen führte in der FAZ aus, dass Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreicht. Das Tempo der Emissionsminderung von Kohlendioxid reiche nicht aus, um bis 2020 das Ziel einer CO2-Reduzierung um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verwirklichen.

Für große Unsicherheit in der Erneuerbare Energien-Branche hat vor allem die drastische Kürzung der Photovoltaikförderung durch die Bundesregierung im Zuge der Novellierung des EEG gesorgt. Wer keine Investitions- und Rechtssicherheit schafft, verspielt die Möglichkeit zur Energiewende, gefährdet zehntausende Arbeitsplätze in Deutschland und lässt allenfalls die chinesische Konkurrenz jubeln. Die beschriebene Unsicherheit wurde auch bei regionalen Energieversorgern sichtbar, sie hat nicht dazu beigetragen, dass bürgerschaftliche Engagement in diesem Bereich zu stärken. Und sie hat ebenfalls geplante Projekte der REN-AG zumindest nicht beschleunigt.

Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien brauchen wir jetzt einen Schub aus den Regionen und Kommunen, um eine umwelt- und klimafreundliche Energiepolitik schneller auf den Weg zu bringen. Daran werden wir als regional verortetes Bürgerunternehmen mit Ihrer Unterstützung weiter hart mitarbeiten.

Mit besten Grüßen, Fred Heyer, Vorstand


1. Wertpapierprospekt der REN-AG von BaFin genehmigt

Der nach Wertpapierprospektgesetz erstellte Wertpapierprospekt der REN-AG liegt, nach Prüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), vor. Die von der Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung hat nunmehr keine formalen Hürden mehr zu überwinden.

Nachdem das Wertpapierprospekt der REN-AG vorliegt, ist zunächst eine Aufforderung an die Aktionäre zur Ausübung der Bezugsrechts (Bezugsangebot) anzuzeigen. Aktionäre können vorrangig in der Frist vom 14.04.2012 bis zum 28.04.2012 ihr Bezugsrecht auf die neuen Aktien ausüben. Entsprechende Bezugsrechtsformulare und Zeichnungsscheine sind auf der Internetseite eingestellt. Nach Ablauf der Bezugsfrist können nicht gezeichnete neue Aktien von Dritten zu den genannten Ausgabebedingungen gezeichnet und bezogen werden. Die Kapitalerhöhung erfolgt durch die Ausgabe von bis zu 10.0000 neuen auf den Namen lautenden Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert in Höhe von jeweils EUR 100,00 je neuer Aktie. Der Ausgabebetrag beträgt EUR 130,00 je neuer Aktie. Die Mindestzeichnungssumme beträgt EUR 650 (5 neue Aktien).

Die Steigerung des Eigenkapitals durch Aktienemission ermöglicht die weitere Projektentwicklung und die direkte Beteiligung der REN-AG an neuen Anlagen zur Nutzung heimischer erneuerbarer Energien. Dabei ist zu denken an Projekte der Windenergienutzung, den Bau einer Biogasanlage in Nettetal oder die Beteiligung am von der REN AG entwickelten und angestrebten Konversionsprojekt des ehemaligen Militärflughafens in Elmpt zum „Park für Erneuerbare Energien“.

2. Gründung einer Arbeitsgemeinschaft Elmpt nimmt Konturen an

Das umfassendste Projekt der REN-AG ist mit der Konversion des Militärflughafens Elmpt zum „Park für Erneuerbare EnergienElmpt“ verbunden. Ausgehend von der Projektkonzeption und Entwicklung durch die REN-AG, wird die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft mit regionalen Energieversorgern zur weiteren Entwicklung vorbereitet.

Zweck der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) ist die Errichtung eines ReEnergie Parks (Wind-, Solarenergie und Biomasse) auf dem ehemaligen britischen Militärflughafen Elmpt.
Was den genauen Zuschnitt des Projekts betrifft, wird dieser von mehreren Faktoren abhängen. Zum Einen von der weiteren Entwicklung des Erneuerbare Energien Gesetzes, zum Anderen von Fragen des Natur- und Umweltschutzes. So zeichnet sich bereits ab, dass Freiflächenanlagen für die Photovoltaik kleiner ausfallen werden, als ursprünglich von der REN-AG angedacht. Gleichwohl ist je nach Ausführung des Projekts an eine Investitionssumme zwischen 50 und 100 Millionen Euro gedacht.

Wann mit dem Projekt begonnen werden kann, hängt vom Abzug der britischen Armee ab. Dieser kann bereits 2014 erfolgen, wird aber spätestens im Jahr 2016 abgeschlossen sein. Im Anschluss daran ist mit einer Ausschreibung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zu rechnen, die sich im Auftrag des Bundes um die Nachnutzung ehemaliger Militärflächen kümmert.

Aus der Arbeitsgemeinschaft soll später – bei Zustandekommen des Projekts - eine Betreibergesellschaft entstehen. Schon im Januar 2012, als ein erstes Treffen mit Energieversorgern (Stadt- und Gemeindewerken), regionalen Banken und der Kommune Niederkrüchten zur Präsentation unseres Konzepts stattfand, zeigte sich ein großes Interesse an diesem Projekt. In Folge zeichneten diverse Stadtwerke eine Absichtserklärung (Letter of Intend) zwecks weiterer Kooperation. Die REN-AG legte bei einem Folgetreffen einen Vertragsentwurf für eine zu gründende Arbeitsgemeinschaft vor. Nach der Diskussion erfolgt nunmehr eine Überarbeitung bis Ende April. Ziel ist, am 9. Mai die Arbeitsgemeinschaft zu gründen und damit den Kreis der Projektpartner festzulegen.

Der Gemeinde Niederkrüchten wird dabei ein Beobachterstatus eingeräumt, der eine spätere direkte Beteiligung ermöglicht. Als ausgesprochen positiv kann bewertet werden, dass die Gemeinde Niederkrüchten und der Rat der Gemeinde den Vorstellungen des REN-AG Konzeptes positiv gegenübersteht. Der Beschluss des Rates sieht explizit die Nutzung des Geländes für Erneuerbare Energien im Einklang mit Natur- und Umweltschutz, sowie eine Errichtung eines Gewerbegebietes vor. Andere Formen der Nutzung werden ebenso eindeutig abgelehnt. Diese Entscheidung deckt sich in erheblichem Maße mit dem bereits 2009 von der REN AG im Rat präsentierten Vorschlag zur Nachnutzung des Geländes.


3. Biogasanlage „Orchidee“ in Nettetal Happelter Heide

Die Vorplanung für die Biogasanlage „Orchidee“, Nettetal Happelter Heide, geht gut voran. Dabei setzt die REN-AG auf die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen PlanET, mit der schon an einem anderen Standort eine Anlage errichtet worden ist. Gleichwohl gilt es Vorbehalte, die von Seiten der Stadt Nettetal bezüglich der Anlage vorgetragen wurden, auszuräumen.

Die REN-AG und das Fachplanungsbüro für Biogasanlagen PlanET haben die Vorplanungen für die Biogasanlagen abgeschlossen. Zur Erinnerung: Die Biogasanlage wird 2,3 Mio. Nm³ (Normkubikmeter) Biogas produzieren und das geplante Motor-BHKW wird eine elektrische Leistung von 800 kW haben. Damit können ca. 5,0 Mio. kWh Strom sowie 4,8 Mio. kWh Wärme im Jahr produziert werden. Der Strom wird eingespeist und nach EEG vergütet. Die Wärme (abzgl. der notwendigen Prozesswärme) wird einer Orchideenfarm zur Verfügung gestellt. Die CO2-Einsparung gegenüber herkömmlicher Energienutzung beträgt jährlich rund … Tonnen.
Die Biogasanlage erfüllt auch die technischen Anforderungen zur Teilnahme an einer Direktvermarktung von Strom, wie sie nach dem Erneuerbare Energien Gesetz 2012 ermöglicht. Künftig wird die Betreibergesellschaft der Biogasanlage Strom direkt vermarkten.

Aus Sicht der REN-AG sind Einwände der Stadt Nettetal, welche die so genannte „landwirtschaftliche Privilegierung“ der Anlage in Frage stellen, nicht haltbar. Zur Klärung offener Fragen wurde eine juristische Bewertung durch den bundesweit renommierten Experten Prof. Dr. Martin Maslaton eingeholt und der Stadt übermittelt. Dessen Ergebnis ist eindeutig; die so genannten „Privilegierungsvoraussetzungen“ sind erfüllt. Noch in diesem Monat wird es zu einem klärenden Gespräch mit dem Bürgermeister Nettetals kommen. Die REN-AG ist zuversichtlich offene Fragen zu klären und keine juristische Auseinandersetzung führen zu müssen. Die Gespräche mit Energieversorgungsunternehmen der Region zwecks Beteiligung an der Anlage, werden gut angenommen.

4. Frischer Wind für Brüggen und Nettetal – Frischer Wind für die Region

Wie im letzten Newsletter erwähnt, setzt eine erfolgreiche Energiewende den beschleunigten Ausbau der Windenergie voraus. Darüber besteht im Grundsatz in Bund und Ländern Übereinstimmung. Bei den Kommunen bewegt sich einiges und doch wäre „mehr Drive“ in dieser Frage hilfreich.

Nachdem die REN-AG an die Kommunen Nettetal, Brüggen sowie Schwalmtal Anfragen zur Errichtung von so genannten „Bürgerwindparks“ gestellt hat, war die direkte Reaktion in Nettetal verhalten. Anders sieht es in Brüggen und Schwalmtal aus. Die Gemeinde Brüggen hat beschlossen, potentielle Standorte zu identifizieren und steht der Windenergienutzung offen gegenüber. Dort konnte die REN-AG im Wirtschaftförderungsausschuss das Konzept von Bürgerwindparks präsentieren. Dabei wurden die Vorteile einer Bürgerbeteiligung, der Kooperationsansatz mit Stadtwerken und auch mögliche Organisationsformen, wie die Gründung von Energiegenossenschaften erläutert. Auch in Schwalmtal wird die Ausweisung von Windvorrangflächen geprüft.

Da die REN-AG bereits eine eigene Erstellung von potentiellen Standorten (Windkataster) vorgenommen hat, konnten erfreulicherweise die ersten Flächenpachtverträge mit Landwirten aus den Kommunen bereits abgeschlossen werden. Damit wäre im Falle einer Ausweisung von Windvorrangflächen durch die Kommune eine gute Ausgangsposition für die Errichtung von Windenergieanlagen gegeben.


5. Termine

02.05.2012, öffentliche Informationsveranstaltung zur Biogasanlage „Orchidee“ in Nettetal, Happelter Heide, Ort und Zeit werden noch im auf unserer Terminseite angegeben

Bitte vormerken: 15.06.2012, Hauptversammlung der REN-AG, Einladung und Tagesordnung folgen laut Frist der REN-AG spätestens vier Wochen vor der Sitzung

6. Verschiedenes

Dass der Einsatz von Blockheizkraftwerken interessant für kommunale Einrichtungen ist, zeigt eine Ausschreibung des Nettetaler Krankenhauses zur Errichtung einer entsprechenden Anlage. Die REN-AG hat ein attraktives Angebot unterbreitet und kann sich Hoffnung auf den Zuschlag machen.






Newsletter 08
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wünschen allen Aktionären, Interessenten und Geschäftspartnern ein gutes, gesundes, erfolgreiches neues Jahr. Die erneuerbaren Energien haben im letzten Jahr 20 % zur deutschen Stromerzeugung beigetragen - die Erfolgsgeschichte wird weitergehen, die Branche wird auch 2012 erfolgreich sein. Die Energiewende ist nicht allein die Aufgabe der Regierung oder der großen Energiekonzerne; sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir werden mit ganzer Kraft daran arbeiten, erneuerbare Energien weiterhin am Niederrhein zu etablieren.

Mit besten Grüßen, Fred Heyer, Vorstand



Rückblick 2011
Das Jahr 2011 hat so nicht erwartete Probleme bei der Umsetzung von neuen Projekten gebracht. Obwohl ökonomisch schlüssig und ökologisch nachhaltig konnte eine Biogasanlage nicht realisiert werden. Gleichwohl konnten zum Ende des Jahres neue Projekte akquiriert werden.


Das Jahr 2011 war das bisher schwierigste Jahr für die ReEnergie Niederrhein AG. Eine von uns geplante Biogasanlage (BGA) in Nettetal-Wevelinghoven konnte nicht errichtet werden. Von Seiten der Kommunalpolitik und der Verwaltung wurden grundsätzliche Bedenken geäußert, hinsichtlich des Ausbaus der Zuwege, den Bau des Nahwärmenetzes und insbesondere der Abnahme von Strom und Wärme durch eine kommunale Einrichtung. Das dadurch deutlich erhöhte Risiko führte zu dem Beschluss das Genehmigungsverfahren für die BGA nicht aufzunehmen. Da die Biogasanlage in der Geschäftsplanung 2011 eingeplant war und der Wegfall nicht durch andere Projekte kompensiert werden konnte, wirkt sich dies negativ auf das Jahresergebnis 2011 aus.

Allerdings konnte im November 2011 ein Projektierungsvertrag für die Errichtung einer Biogasanlage in Nettetal, Happelter Heide, abgeschlossen werden.
Im Bereich Windenergie wurden zwei Kooperationsverträge mit Unternehmen der Windenergiebranche abgeschlossen. Gemeinsam möchten wir in den kommenden Jahren so genannte „Bürger-Windenergieanlagen“ errichten.

Bei dem von uns vorgestellten Konversionsprojekt Militärflughafen Elmpt „Sonnenfeld statt Rollfeld“ ergaben sich neue Entwicklungen. So haben die Fraktionen im Niederkrüchtener Rat einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der diese Fläche für erneuerbare Energien favorisiert in Kombination mit Tourismus/Naturschutz und der Ansiedlung von umweltverträglichen Gewerbebetrieben.


Ausblick 2012

Biogasanlage Orchidee – Nettetal Happelter Heide
Ein Orchideenzüchter braucht Wärme zur Aufzucht der Pflanzen. In Zusammenarbeit mit der REN-AG wird eine Biogasanlage in der Happelter Heide entstehen, die Wärme liefert und den produzierten Strom ins Netz einspeist.


Ein Projektierungsvertrag wurde im November 2011 abgeschlossen. Die Biogasanlage produziert 2,3 Mio. Nm³ (Normkubikmeter) Biogas und das geplante Motor-BHKW wird eine elektrische Leistung von 800 kW haben. Damit können ca. 5,0 Mio. kWh Strom sowie 4,8 Mio. kWh Wärme im Jahr produziert werden. Der Strom wird eingespeist und nach EEG vergütet. Die Wärme (abzgl. der notwendigen Prozesswärme) wird einer Orchideenfarm zur Verfügung gestellt. Das Substratkonzept besteht zu über 70% aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten wie Porreelaub, Zwiebelschalen und Gülle. Der Maisanteil beträgt keine 15%. Die Investitionen (ohne Substrate) für die Biogasanlage betragen voraussichtlich 3,5 Mio. € mit einen geplanten Eigenkapitalanteil von 30% (ca. 1,2 Mio. €). Die Vorarbeiten für das Genehmigungsverfahren sind fast abgeschlossen, so dass voraussichtlich im Sommer 2012 mit dem Bau der Biogasanlage begonnen werden kann.

Biogasanlage Schwalmtal-Krinsend

Anlage in Schwalmtal-Krinsend hat die Kinderkrankheiten hinter sich. Bei der Nutzung ergeben sich neue Möglichkeiten.

In 2012 wird die BGA Schwalmtal-Krinsend erstmals an der Direktvermarktung (Strom) und am Verfahren für die Bereitstellung von positiver/negativer Regelenergie teilnehmen. Die Mehrerlöse können bis zu 30.000 €/a betragen. Weitere Liegenschaften werden an das Nahwärmenetz angeschlossen. Hinzu kommen zwei Gebäude der örtlichen Seniorenresidenz sowie Häuser der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft des Kreises Viersen.

Windenergie

Beim Ausbau erneuerbarer Energien kommt die Windenergie verstärkt in den Fokus. Ihr dezentraler Ausbau wird vom Bund und vom Land NRW stark befürwortet. In vielen Kommunen wird die Diskussion über eine entsprechende kommunale Umsetzung lebhaft geführt.

In den Kommunen Nettetal, Brüggen sowie Schwalmtal wurden von der REN-AG Anfragen zur Errichtung von Bürger-Windenergieanlagen gestellt. Bei Projekten der REN-AG können sich Bürgerinnen und Bürger wie immer direkt am Bau der Windräder mit einer ökologischen Investition beteiligen. Gleiches gilt für Stadtwerke oder auch regionale Banken. Durch eine beabsichtige Gründung von Energiegenossenschaften wird die Transparenz und demokratische Teilhabe an den Projekten gewährleistet.

In allen drei Kommunen wird derzeit die Ausweisung von neuen Windvorranggebieten geprüft. Erste Ergebnisse werden in diesem Jahr erwartet. Die REN-AG hat mittlerweile mit ihren Kooperationspartnern für Nettetal und Brüggen ein Windkataster erstellt. Die Flächenakquisition ist eingeleitet. Auf öffentlichen Veranstaltungen wird die Idee der Bürgerwindparks vorgestellt. Eine erste Energiegenossenschaft zur Errichtung von Bürger-Windenergieanlagen soll noch in diesem Jahr von der REN-AG gegründet.

Konversionsprojekt Militärflughafen Elmpt „Sonnenfeld statt Rollfeld“

Die REN-AG hat vorgeschlagen, auf dem ehemaligen Militärflughafen Elmpt ein Großprojekt – „Sonnenfeld statt Rollfeld“ - zu realisieren. Durch den näher rückenden Abzug der britischen Armee geht die Diskussion über die Folgenutzung des Geländes in die nächste Phase. Im Mittelpunkt des REN-AG-Vorschlags stehen erneuerbare Energien.


Für Ende Januar 2012 hat die REN-AG die in der Region ansässigen Gemeinde und Stadtwerke , sowie Banken zu einer Informationsveranstaltung nach Nettetal eingeladen, um den Stand des Projektes und der bisherigen Planung zum Umbau des Militärflughafens Elmpt vorzustellen. Es ist ebenfalls ein Vortreffen für die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft als Vorläufer einer späteren Betreibergesellschaft geplant.

Auf der Fläche beabsichtigt die REN-AG in Kooperation mit den regionalen Gemeinde- und Stadtwerken, lokalen Banken und den Bürgerinnen und Bürgern der Region die Errichtung von 20-30 MW so genannten Freiflächen-Fotovoltaikanlagen. Zusätzlich sollen Windenergieanlagen mit einer Leistung von 6-12 MW sowie Biomasseanlagen (Biogas-/Holzenergie) entstehen. Je nach Ausbauszenario sind Investitionen von 70 Mio. € - 120 Mio. € notwendig.

Der Ausbau erneuerbarer Energien in Kombination mit Naturschutzmassnahmen, touristischer Nutzung und Ansiedlung von umweltverträglichen Gewerbebetrieben (z.B. moderne Umweltdienstleistungen) stellt momentan das fortschrittlichste Szenario dar. Eine solche Nutzung ziehen sowohl Kommunalvertreter der Gemeinde Niederkrüchten als auch Vertreter von „NRW-Urban“, der ehemaligen Landesentwicklungsgesellschaft NRW, in Betracht. Die Landesanstalt für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat nach ersten Untersuchungen dargelegt, dass Teile des Geländes zum Naturschutzgebiet erklärt werden sollen.
Ein Problem erfordert besondere Beachtung: Auf dem Gelände wurden zahlreiche (potenzielle) Kontaminierungsbereiche lokalisiert. Vor der Neunutzung des Flughafengeländes muss das Problem der Altlasten geklärt sein.

Energieeffizienz mit Blockheizkraftwerken (BHKW)

Beim Stichwort Energiewende ist immer wieder von einer Trias die Rede: Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien. Bei Effizienzfragen geraten Blockheizkraftwerke in den Blick, die für Unternehmen, kommunale Einrichtungen, aber auch Wohnanlagen interessant sein können.

Diese Blockheizkraftwerke (BHKW) kennen wir ja von der Biogasanlage. Aber auch mit Erdgas betrieben sind sie hocheffizient, da sie Strom und Wärme gleichzeitig nutzen. Sie sind in Zukunft für den Ausgleich der fluktuierenden Einspeisung aus Solar- und Windanlagen dringend erforderlich. In Kürze wird die REN-AG an der Ausschreibung für die Errichtung eines für das Nettetaler Krankenhaus teilnehmen. Erste Gespräche zur Aufstellung von BHKW wurden zudem mit einer in der Region ansässigen Brauerei sowie einer Dachziegelfabrik aufgenommen. Bis zum Frühjahr werden mit einem Ingenieursbüro sowie BHKW-Herstellern Kooperationsverträge abgeschlossen, um einen höheren Anteil an der Wertschöpfung bei der Errichtung von BHKW für die REN-AG zu generieren.

Wertpapierprospekt REN-AG

Als Voraussetzung zur Einwerbung von Aktionären wurde der Wertpapierprospekt der REN-AG erstellt. Zurzeit erfolgt die Prüfung durch .Zt. prüft das Bundesamt für Finanzaufsicht auf formale Richtigkeit.

Das Wertpapierprospekt der REN-AG wurde im Dezember 2012 dem Bundesamt für Finanzaufsicht (Bafin) zur Genehmigung vorgelegt. Nach Genehmigung des Wertpapierprospektes durch die Institution (voraussichtlich bis Ende Januar), wird die REN-AG mit der Umsetzung der Beschlüsse zur Kapitalerhöhung um 1 Mio. € beginnen. Schon an dieser Stelle möchten wir Sie zur Zeichnung von Aktien ermuntern und Sie bitten, dafür auch im Freundes- und Bekanntenkreis zu werben. Die REN-AG wird bei öffentlichen Veranstaltungen im ersten Quartal des Jahres ebenfalls auf die Vorzüge von Aktien der REN-AG hinweisen. Ziel ist die bessere Eigenkapitalausstattung des Unternehmens zur erfolgreichen Umsetzung der geplanten Projekte.

Stellenangebot – Freie Mitarbeit bei der REN-AG

Die REN-AG sucht freie Mitarbeiter, die sich um die Anmietung von Dachflächen kümmern und eine Beratung zu Photovoltaikanlagen durchführen. Verstärkung brauchen wir auch für die Akquise von Flächen von potenziellen Standorten für den Bau von Windenergieanlagen. Nähere Informationen erhalten Sie telefonisch von der Geschäftsführung.





Newsletter 07
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhalten Sie den letzten Newsletter des Jahres 2010 der ReEnergie Niederrhein AG. Wir möchten allen Kunden, Aktionären, Kooperationspartnern und Interessenten recht herzlich für die Zusammenarbeit und das Interesse danken. Der Aufsichtsrat, der Vorstand, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünschen Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.

Mit besten Grüßen,
Fred Heyer

1. Aus der GmbH wurde eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft (AG)
Am 06.09.2010 wurde die ReEnergie Niederrhein GmbH erfolgreich beim Amtsgericht Krefeld als ReEnergie Niederrhein AG ins Handelsregister eingetragen (Registerblatt 13101). In den nächsten Tagen erhalten die bisherigen Gesellschafter ihre Aktienurkunden. Alle, die am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligt sein möchten, können nun Aktien zeichnen. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 650 EURO. Dafür erhalten Sie 5 Aktien zu je 100 EURO.
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2. Gemeinschafts-Biogasanlage in Nettetal
Im Dezember wurde ein Projektvertrag über den Bau und den Betrieb einer Gemeinschafts-Biogasanlage (BGA) in Nettetal abgeschlossen. Ziel ist die Errichtung der Anlage bis Ende 2011. Wie bei jeder BGA, die die ren-ag baut und betreibt, ist ein Wärmekonzept vorgesehen. Die BGA wird eine elektrische Leistung von 500 kW und jährlich ca. 4,2 Mio. kWh Strom sowie ca. 3 Mio. kWh nutzbare Wärme produzieren. Die Substratplanung sieht eine Minimierung des Einsatzes von Mais vor und setzt verstärkt auf Zwischenfrüchte und andere Energiepflanzen.
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3. Warmwärmenetz Süchteln
Im Zusammenhang mit einer im nächsten Jahr unabhängig von der ren-ag entstehenden Biogasanlage in Viersen-Süchteln wurde mit den landwirtschaftlichen Betreibern ein „Wärme- bzw. Biogasüberlassungsvertrag“ abgeschlossen. Vorgesehen ist die Wärmeversorgung von Liegenschaften in Süchteln. Erste Gespräche mit potenziellen Wärmekunden, wie dem Süchtelner Krankenhaus und der Stadt Viersen, haben stattgefunden. Parallel zur Inbetriebnahme der landwirtschaftlichen Biogasanlage im Herbst 2011 soll das Wärmenetz fertig gestellt sein.

4. Wärmenetz Kevelaer
Der für Ende 2010 geplante Bau eines Nahwärmenetzes in Kevelaer verzögert sich leider und ist nach dem derzeitigen Planungsstand auf Ende 2011 verschoben. Hier wird die ren-ag die bisher nicht genutzte Wärme einer Biogasanlage mittels eines Nahwärmenetzes an Liegenschaften in Kevelaer vermarkten.

5. Bürger-Solarkraftwerke
Im Rahmen der Solar Offensive Niederrhein sind drei weitere Bürger-Solarkraftwerke errichtet worden. In Grefrath - „Auf der Dohrenburg“ - wurde eine 30 kWp Anlage installiert, bei den städtischen Betrieben in Viersen wurden zwei Anlagen mit insgesamt 60 kWp errichtet. Dies ist ein Beitrag zum Klimaschutz und eine sonnige Rendite für alle Beteiligten!
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6. Das etwas andere Weihnachtsgeschenk
Beteiligen Sie sich an der ReEnergie Niederrein AG: Werden Sie Aktionär oder verschenken Sie Beteiligungen am Unternehmen! Damit zeigen Sie ganz persönliches Engagement für den Schutz des Klimas und eines neuen Energiesystems.
…..und dies zu Bedingungen, die eine wirtschaftlich gute Entwicklung erwarten lassen!
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7. In eigener Sache – Stellenausschreibung Dipl. Ing.
Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams einen erfahrenen technischen Projektleiter zum nächstmöglichen Termin.
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Newsletter 06
Umwandlung der ReEnergie Niederrhein GmbH in eine nicht- börsennotierte Aktiengesellschaft abgeschlossen
Seit dem 06.09.2010 ist es soweit. Die Veränderung der Rechtsform ist vollzogen.
Aus der ReEnergie Niederrhein GmbH ist nunmehr die ReEnergie Niederrhein AG geworden. Damit verbessern sich die Bedingungen zur Einwerbung von Eigenkapital. Dies ist gerade vor dem Hintergrund von Beteiligungen an Projekten von Bedeutung. Zudem entfallen administrative Hürden, sodass sich zukünftig Bürgerinnen und Bürger leichter am Unternehmen beteiligen können. Ab sofort besteht die Möglichkeit sich Aktien reservieren zu lassen. Weitere Infos können Sie unserer Internet-Seite entnehmen.

Zeichnungsschein der ren-ag

Ausschüttung an Gesellschafter erfolgt
Die auf der letzten Gesellschafterversammlung im Juni beschlossene Ausschüttung in Höhe von 20.000€ an die Gesellschafter wurde bis Ende August umgesetzt. Nunmehr ist allen Gesellschafterinnen und Gesellschaftern eine entsprechende Mitteilung über den ihrem Anteil entsprechenden Betrag zugegangen. Ebenfalls eine für das Finanzamt vorzuhaltende Bescheinigung.

Tag der offenen Tür in der Gemeinschafts-Biogasanlage Schwalmtal-Krinsend
Erneuerbare Energien zu fördern ist längst mehr als ein Schlagwort. Dies zeigt ein Besuch der Gemeinschafts-Biogasanlage Schwalmtal-Krinsend. Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, den 25.09.2010 von 12-18 Uhr, Krinsend 2, in 41366 Schwalmtal können alle Interessenten die Anlage in Augenschein nehmen. Die beteiligten Unternehmen stellen sich vor. Es erfolgt die offizielle „Schlüsselübergabe“ der ReEnergie Niederrhein AG an die Betreibergesellschaft der Anlage. Hungrig und durstig braucht niemand zu bleiben, versprechen die Veranstalter des Tages der offenen Tür.

Projekt eines Nahwärmenetzes in Kevelaer nimmt Gestalt an
In einer wichtigen Phase befinden sich die Gespräche über den Bau eines Nahwärmenetzes in Kevelaer. Im Ausschuss für Gebäudemanagement der Stadt Kevelaer wurde das Projekt präsentiert. Die Reaktion war positiv und das Angebot, auch die Fraktionen zu unterrichten, stieß auf Zustimmung. Das Ziel bereits in der Heizperiode 2011 u. 2012 mit der Nahwärmeversorgung zu beginnen, scheint angesichts der noch zu klärenden Fragen mit Rat und Verwaltung ambitioniert. In Kevelaer sieht der Projektvorschlag unseres Unternehmens vor, die Wärme aus einer bereits bestehenden Biogasanlage zu nutzen. Zum Projekt gehört der Bau einer Biogasleitung, eines Nahwärmenetzes und einer Heizzentrale. Und dies natürlich auf einer solide finanzierten Grundlage. Gedacht wird dabei an die Gründung einer Betreibergesellschaft und an die Möglichkeit, sich mittels Bio-Energiedarlehen am Projekt zu beteiligen.
2. Kongress, 100 Prozent Erneuerbare Energie-Regionen
Der 2. Kongress, 100 Prozent Erneuerbare Energie-Regionen, findet am 29. und 30. September 2010 im Kongress Palais in Kassel statt. Der Kongress dient dem Erfahrungsaustausch von Kommunen und Kreisen beim Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems. Mittlerweile haben sich rund 100 Kommunen in Deutschland das Ziel gesetzt, ihre Energieversorgung zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien umzustellen. Welche Strategien und Instrumente Erfolg versprechen, wird auf dem Kongress debattiert. Praktische Anschauung bieten drei begleitende Ausstellungen. Der Kongress wird von deENet, der Agentur für Erneuerbare Energien und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund veranstaltet.
Webseite des 2. Kongress 100 Prozent Erneuerbare Energien http://www.100-ee-kongress.de



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